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Volksabstimmung Stadt Aarau vom 10. Juni 2018

Alte Reithalle
20,45 Mio. Wunsch - und Prestigeumbau

NEIN!

12 stichhaltige Argumente

1. Aus städtebaulicher Sicht unsinnig!
Es ist fatal, einen Teil des Kasernenareals definitiv zu gestalten, bevor Klarheit über die Gesamtplanung des Areals herrscht.
2. Ganz offensichtlich ein reines Wunsch- und Prestigeprojekt!
Die Kosten für Investition und Betrieb dieser Luxusbaute sprengen den Finanzhaushalt der Einwohnergemeinde Aarau. Allein die gesetzlich vorgeschriebenen Abschreibungen inkl. Zinsen belasten die Stadtkasse pro Jahr mit gegen CHF 400’000. All dies wird der Bürger mit höheren Steuern berappen müssen.
3. Betriebskonzept weist auch nach 12 Jahren Planung gravierende Mängel auf!
Als «Mittlere Bühne» und «OXER» definitiv gescheitert, bleibt das Projekt auch nach dem dritten Namenswechsel und der Neukonzeption als 3-Sparten-Haus inhaltlich und finanziell eine riesige Hypothek für die Stadt.
4. Das Projekt Alte Reithalle ist massiv zu teuer – die Stadt zahlt die Zeche!
Fast 21 Mio. Investitionskosten für ein weiteres Kulturhaus sind zu viel. Und die jährlichen Folgekosten für den Betrieb sind fahrlässig zu tief berechnet und werden über kurz oder lang massiv ansteigen. Die Zeche zahlt Aarau. Ein vom Kanton initiiertes Projekt – unverhältnismässig hoch und zu einseitig auf dem Buckel der Stadt finanziert, ist unakzeptabel.
5. Zwei sind Eines zu viel – unser KuK als Verlierer und Bauernopfer!
Mit dem seinerzeit für 24 Mio. umgebauten KuK verfügt Aarau bereits über ein multifunktionales und schönes Kulturhaus. Schon länger wird es durch die zwischengenutzte Alte Reithalle nachteilig konkurrenziert und von deren Befürwortern bewusst schlechtgeredet. Durch Prestigeumbau und gangjährigen Betrieb der Alten Reithalle wird unser KuK definitiv und unverdient zur Schlachtbank geführt.
6. Mit riesiger Propagandawalze wird das Projekt Alte Reithalle schöngeredet und schöngeschrieben!
Durch die orchestrierte Verlagerung und Positionierung von möglichst vielen Veranstaltungen in die Alte Reithalle wird ein öffentliches Bedürfnis suggeriert, das in Tat und Wahrheit keines ist. Fast alle Anläse wären problemlos an angestammten Aufführungsorten durchführbar. Zudem verfügen alle Kulturhäuser auf dem Platz Aarau über freie Kapazitäten.
7. Parkplätze am Apfelhausenweg werden vorsätzlich liquidiert!
Das Projekt sieht vor, die entlang der Reithalle bestehenden Parkfelder aufzuheben. Das Parkplatzproblem im Innenstadtbereich wird dadurch weiter verschärft.
8. Miete des teuer umgebauten Kulturpalastes wird unbezahlbar!
Die bisherigen kleineren Zwischennutzer (u.a. Schulen, Vereine) haben das Nachsehen. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich nach dem 21 Millionen Umbau nur noch Organisationen mit grossem Budget eine Nutzung leisten können. Folgen sind eine zu geringe Auslastung und ein erhöhtes Defizitrisiko zu Lasten der Stadt.
9. Ausgaben für Kultur sind heute schon höher als diejenigen für die Schule!
Der freiwillige Bereich Kultur verschlingt in der laufenden Rechnung der Einwohnergemeinde mehr finanzielle Mittel als unsere Schule. Zudem fliessen auch seitens Ortbürgergemeinde jedes Jahr Gelder in Höhe von CHF 700'000 in den Kulturbereich. Gesamthaft werden pro Jahr mehr als 13 Steuerprozente in Kultur investiert. Der gegenüber dem Steuerzahler vertretbare Rahmen ist überschritten. Kultur darf nicht mehr länger als unantastbare heilige Kuh betrachtet werden.
10. Als neue «Homebase» für ARGOVIA PHILHARMONIC nicht gerechtfertigt!
Das renommierte Orchester tritt bekanntlich dezentral im ganzen Aargau und ebenso ausserkantonal auf. Von seinen weit über 100 Auftritten/Jahr finden wie bisher nur deren 10 – 15 in Aarau statt. Diese geringe Anzahl rechtfertigt keinen Umbau der Reithalle zum überteuerten Konzertsaal. Und als fast 21 Mio. teures Probelokal braucht es die Alte Reithalle nicht.
11. Gebäudeübernahme im Baurecht für 35 Jahre ist eine teure Fessel!
Die Stadt wird per Vertrag über mehr als drei Jahrzehnte verpflichtet, sämtlichen Gebäudeunterhalt plus Folgeinvestitionen aus dem eigenen Portemonnaie zu bezahlen. Eigentümer der Reithalle bleibt der Kanton. Durch diesen schädlichen Deal verschiebt sich das hohe finanzielle Risiko einseitig zu Lasten einer ganzen Generation von Aarauer Steuerzahlern.
12. Das Kulturangebot in Stadt und Kanton ist übersättigt!
In den letzten Jahrzehnten ist das Kulturangebot stetig gewachsen. Sowohl in urbanen Zentren als auch in den Regionen besteht ein Überangebot an Veranstaltungen, an Institutionen sowie an kulturell genutzten Häusern und Räumen.