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 Referendum knapp verfehlt - Teilerfolg erzielt

Rund 200 Unterschriften fehlen, damit das Referendum zum Projektierungskredit für die Alte Reithalle geglückt wäre. „Daraus zu schliessen, das Kulturprojekt fände breite Abstützung bei den Aarauerinnen und Aarauern, wäre aber doch etwas zu optimistisch“, fasst das Referendumskomitee das knappe Resultat zusammen. Immerhin seien Unterschriften von Mitgliedern sämtlicher Partien eingegangen, inklusive der SP. Erschwerend für die Unterschriftensammlung war jedoch die Tatsache, dass die Abstimmung im Einwohnerrat - ohne ersichtlichen Grund - durch den Stadtrat kurzfristig vom November auf Mitte Dezember verlegt wurde. Die darauf folgenden Feiertage haben das ehrgeizige Unterfangen erheblich erschwert. Hinzu kam, dass die SVP mangels offizieller Unterstützung anderer Parteien und Interessensgruppen alleine antreten musste. Der Rücklauf habe aber gezeigt, dass eine wachsende Skepsis gegenüber dem Kulturprojekt durch die ganze Politlandschaft spürbar sei.

Wieso die Unterschriftensammlung letztlich doch als Erfolg verbucht werden darf, fasst SVP-Fraktionschefin Susanne Heuberger wie folgt zusammen: „Wir betrachten diesen Referendumsversuch als eine Art Trainingslager für künftige Referenden.“ 1200 Unterschriften innert kürzester Frist und unter den gegebenen Umständen zu sammeln, sei mehr als nur ein Achtungserfolg. Aufgrund der Rückmeldungen gibt sich Heuberger zuversichtlich, dass immer mehr Einwohnerinnen und Einwohner realisieren, dass ein zusätzliches Kulturprojekt nicht nur negative Auswirkungen auf Aaraus Finanzhaushalt hat sondern auch den Verteilkampf unter den bereits existierenden Kulturorganisationen weiter verschärfen wird. Es gehe überhaupt nicht um die Frage „Kultur ja oder nein“. Vielmehr stellt sich die Problematik, dass in Aarau ein kulturelles Überangebot geschaffen wurde, dass letztlich die Kultur insgesamt schwäche und zudem ausufernde Folgekosten verursache. Darum wird die SVP Aarau-Rohr die Kostenentwicklung rund um die Alte Reithalle weiterhin aufmerksam beobachten und bei Bedarf erneut politisch intervenieren. Auch der Bereich Kultur darf sich Transparenz und Kostenwahrheit nicht verschliessen, gibt sich das Referendumskomitee überzeugt.

Für das nächste politische Kräftemessen am 12. Februar hat sich die SVP Aarau-Rohr ebenfalls 
festgelegt: Für die Ersatzwahl in der Schulpflege empfehlen Fraktion und Parteivorstand einstimmig den Kandidaten der CVP, Michael Schibli.




3 Jahrzehnte in der Politik

Regina Jäggi

Regina Jäggi wird bei den Wahlen 2017 als Stadträtin nicht mehr antreten. Nach 28 Jahren aktiver Politik in der Exekutive tritt die ehemalige Frau Gemeindeammann von Rohr den politischen Ruhestand an. Von 1987 bis 2000 engagierte sich Regina Jäggi im Vorstand des Gewerbevereins Rohr. Sie startete ihre politische Karriere 1990 als Gemeinderätin. Vier Jahre später wurde sie zum Gemeindeammann gewählt. Diese Tätigkeit übte sie bis zur Fusion mit Aarau aus. Seit 2010 ist sie Stadträtin von Aarau. In dieser Funktion war Regina Jäggi für die Öffentliche Sicherheit, die Öffentlichen Anlagen und das Entsorgungswesen verantwortlich. Die SVP-Ortspartei nimmt den Entscheid ihrer Stadträtin mit Bedauern zur Kenntnis, respektiert jedoch Regina Jäggis Wunsch, sich aus der aktiven Politik zurückzuziehen.